Projekt-A Kapitel1 Gruppenfindungsprozeß Kapitel 2 Ortssuche

Kapitel 1
Im Apri 1985 kam das Projekt-A-Buch heraus mit den Plänen für eine Vernetzung von Alternativprojekten. Vorher schon hatte Horst Stowasser etliches veröffentlich, darunter das im Kollektiv immer weiterentwickelte “Was ist eigentlich Anarchie” In Wetzlar hatte er das Anarchiv aufgebaut, eine riesige Sammlung anarchistischer Literatur. Auf Leserreisen stellte er Buch und Projekt vor, warb Mitmacher und Besucher für Bundestreffen und AHA.Abbos.
Das Projekt-A eine Vernetzung auf anarchistisch von Alternativbetrieben und Wohngemeinschaften von Kultur in Info soll an einem zentralen Ort stattfinden. In einem Diskussionsprozeß durch die Zeitung AHA und einige Bundestreffen sollte sich eine Gruppe von Entschlossenen entwickeln, und mögliche Orte ausgewählt werden. Aus den in verschiedenen Findungsrunden vorgestellten Orten wird auf einem Entscheidungstreffen der Ort bestimmt, sollen viele zusammenziehen und in Projekten und Wohngemeinschaften eventuell Kommunen eine Struktur aufbauen, die diesen Ort durchdringt und ab einer sinnvollen Größe auch verändert.
Eine erste Runde die grundsätzliche Bereitschaft überhaupt in einen Ort zusammenzuziehen sich kennenzulernen und über die Anregungen des P-A Buches und seine Umsetzung zu reden.
Von Juni 85 bis Nov. 87 wurde in 14 Bulletins”AHA” in vielen Artikeln Selbstdarstellungen, Protokollen von 4 Bundestreffen einem Zeltlager und verschiedenen Gruppentreffen wie Landwirtschaft Praktiker Entschlossene versucht Grppenstrukturen zu entwickeln. Leider entwickelte sich auch eine Tendenz zu Konflicten, die von mehreren unterschiedlichen Personen forciert, und sich in Flugblättern vor allem gegen die angeblich zu dominante Rolle von Horst richtet.In Preßbaum Okt 87 eskalierte es zum offenen Steit zwischen der Mehrheit der genervten Affinis (alle die konstruktiv und rücksichtsvoll miteinander umgehen wolle) und den verschiedenen Konflictis (die meinen alle müßten erst mal in einem depressiven Konflict bis in den Abgrund ihrer Persönlichkeit getrieben werden) eskalierte. Doch schon auf dem nächsten Treffen in Berlin hatte praktisch keiner mehr Lust sich mit den Konflictis zu streiten.

Kapitel 2
Mit dem nächsten Bundestreffen in Berlin begann die konstruktive Phase der Ortfindung. In kleinen Gruppen waren verschiedene Orte um 60ooo Einw. besucht worden, auch mit Grünen usw schon gesprochen und viel Material gesammelt worden. Es begann eine Phase des sortierens und bewertend der verschiedenen Orte Ben der eigentliche Konflicti, der es auch für möglich hielt, Andersdenkende zu schlagen, verschwand nach dem nächsten Treffen, als ich ihm einen ersten Schlagabtausch vor der Tür anbot. Worauf er verlegen meinte, das so nicht gemeint zu haben. Einige, die echt Angst vor Ben hatten waren mir dankbar für meine Geste. Es wurden große Statistiken angefertigt Pläne gezeichnet Engagierte setzten sich für einzelne Orte ein Es entstand aber auch ein Überdruß über die Länge der Auseinandersetzung.
Schließlich wurde auf dem Secttreffen in Wetzlar von 7 übrig gebliebenen Entschlossenen Alsfeld südlich von Kassel zu zentralen Ort bestimmt und darauf die Gläser gehoben und angestoßen. Da verschiedene zwar P-A machen aber an ihren Orten bleiben wollten, wurden Leer und Neustadt mit einer eigenen Projektstruktur zu kooperierenden Orten erklärt was nicht vorgesehen war. Gruppen und Einzelprojekten zB. in Marburg Oldenburg usw als dazugehörig gerechnet

Kapitel 2 A
Es gab mal einige Leute bei Projekt-A die meinten jeder Mensch müsse erst duch den untersten Dreck gehen in den hintersten Löchern leben, bevor er seine Erziehung/Sozialisation überwinden und wirklich frei bei P-A einsteigen kann. Da wir die Leute nur nervig fanden und nachdem in Preßbaum der Konflict eskalierte, blieben sie weg. Ansonsten habe ich nur Anarchisten kennen gelernt, die statt in einem Loch lieber in einem gemütlichen WG- oder Kommune-Zimmer wohnten….
Das hatte sich schon vorher angekündigt mit einem großen Psychodruck auf alle die sich angeblich diesem notwendigen Schritt verweigerten. Als ein Ben gar meine man müsse auch mal mit körperlicher Gewalt bei Unentschlossenen nachhelfen, bat ich ihn für eine persönliche Frage nach draußen. Hier haute ich ihm beide Fäuste vor die Brust, und forderte ihn auf seine Gewalt auszuleben. Doch er wurde ganz klein: “das war doch nicht wirklich so gewollt”. Wieder drinnen konnte ich also feststellen, daß Ben das nicht ernst gemeint habe und alle entspannten sich.

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